Tage 45 und 46 - Vancouver

Liebe Mitreisende!

Gestern ging es von Nanaimo mit der Autofähre nach Vancouver. Dieses Mal war es ein noch größeres Schiff (3 Parkdecks für Autos) und wir bekamen tolle Aussichten auf die Bergwelt Kanadas geboten. Die See war wieder ganz ruhig.






Die Fahrt dauerte ca. 1,5 Stunden. An Bord selbst gibt es ein großes Restaurant, in dem wir auch gefrühstückt haben.

Nach der Ankunft bei der Horseshoe Bay fuhren wir gleich weiter zum Capilano Suspension Bridge Park, einem Naturerlebnispark im Norden Vancouvers. Hauptattraktion ist die mit 140 Metern längste Hängebrücke der Welt, welche rund 70 Meter über einen Fluß hängt.







Ein wirklich beeindruckendes, wenn auch etwas wackeliges Erlebnis. Auf der anderen Seite der Brücke gibt es dann noch andere Attraktionen, wie einen Baumkronenpfad. Hier kann man durch die mehrere Stock hohen Wipfel der Zedern wandern und bekommt auf Tafeln viele interessante Erklärungen. Für die Befestigung des Pfades an den zum Teil 1500 Jahre alten Bäume wurde ein spezielles System entwickelt, damit die Bäume nicht verletzt werden und der entstandene Druck gleichmäßig auf den Stamm verteilt. 

Die Zedern waren übrigens ein Allroundgrundstoff für viele indigene Völker. Sie haben daraus zB Kanus und Kochboxen, Häuser, Regenhüte und wasserdichte Überkleider hergestellt.

Wusstet ihr, dass es bis zu 36 Stunden dauert, bis das Wasser von den Wurzeln in die Kronen der Zedern geleitet wird?




Es ist ein wirklich schöner Park, der uns noch einmal in den Regenwald geführt hat. Bei den Regenwäldern an der Pazifikküste in den USA und Kanada handelt es sich zum Glück nicht um tropische Regenwäldern mit all den erfreulichen Moskitos, sondern um gemäßigte Regenwälder. Aber auch ohne Tsetsefliege tragen diese Wälder mit ihren riesigen, alten Bäumen wesentlich zum Erdklima bei.





Zum Abschluss haben wir uns dann auch noch auf den dazugehörigen Cliff Walk getraut. Dieser behandelt die Wirkung von Wasser im Gestein und andere allgemeine Fragen zum Wasser und dessen Verbrauch.  Unter anderem wird am Beispiel von 3 Steinen, auf die seitunterschiedlichen Jahren ständig Wasser tropft, greifbar dargestellt, wie Erosion wirkt, also wie Wasser Schluchten formt.






Im Anschluss fuhren wir dann gen Süden rund 20 Minuten bis zu unserem Hotel im Vancouver. Nach dem Einchecken und Ankommen gingen wir per pedes über die Granville Street…





…bis nach Gastown, einem der ältesten Bezirke der Stadt.



Vielleicht kennt ja der eine oder die andere von euch die berühmte Dampfuhr, welche alle 15 Minuten die Big Ben Melodie sprichwörtlich pfeift. 



Heute haben wir den größten Teil des Tages auf Granville Island verbracht. Wie auch schon in Victoria, gibt es auch hier Wasser Taxis, die wir auch genützt haben.




Auf Granville Island selbst findet sich ein sehr schöner Markt, bei dem wir Kuchen und Obst besorgt haben, …




…und auch ein nettes KünstlerInnenviertel. Wir haben sehr viele  Galerien und Ateliers gesehen und auch mit diversen KünstlerInnen gesprochen.




Unsere Highlights waren Paul Ygartua, der ua sehr schöne Gemälde der lokalen Landschaft und von Vancouver malt; die detaillierten Naturaufnahmen aus der unmittelbaren Umgebung und Vancouver Island  von Karen Cooper, sowie ein Bild, das aus Fliesenkleber hergestellt wurde. 

Von der Insel aus sind wir dann noch am Wasser entlang bis zum Vanier Park spatziert. In diesem Bereich des Meeres schwimmen regelmäßig Wale. Bootsfahrer werden ermahnt, laufend nach Fontänen Ausschau zu halten und allfälligen Walen großräumig auszuweichen, da sonst für beide Parteien unangenehme Unfälle passieren können. Wir haben aber leider keine Wale gesehen.






Zurück ging es dann- erraten- mit dem Wasser Taxi.





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