Tage 32 und 33 - Seattle und Olympic NP

Liebe Mitreisende!

Gestern verbrachten wir einen guten letzten Tag in Seattle. 

Manchmal ereignen sich die schönsten Reiserlebnisse ja durch einen Zufall, so auch gestern. Wir waren am Weg zu einem Kunstmuseum, als wir gesehen haben, dass die Seattle Chamber Music Society ein gratis Konzert in einem Park spielt. Das haben wir uns nicht entgehen lassen. Die Idee des Concert Trucks ist übrigens großartig!

Auch der Leiter der Leiter der Organisation, James Ehnes, trat solistisch und mit seinem Quartett auf. Er ist ein weltberühmter Geiger, der in der ganzen Welt auftritt und einen umfassenden youtube Kanal hat, für alle die ihn nicht kennen oder Inspiration bei der Erarbeitung eines Violinstückes suchen. Ein absolut hörenswertes Erlebnis.

Danach ging es in das Frye Art Museum, welches uns auch gut gefallen hat. Für dieses private Museum ist kein Eintritt zu bezahlen. Von drei kleinen Ausstellungen haben wir 2 besichtigt. Jene Ausstellung, die in der Darstellung der Beziehung zwischen Menschen und Tieren einen Denkansatz zur Bewältigung der Klimakrise aufzeigt, hat uns besonders gefallen. Ein Highlight war zB das Bild der Hausaffen des Malers, welche einen Blumenstrauß studieren.

Wie wir ja bereits geschrieben haben, eröffnete Starbucks seine erste Filiale in Seattle. Wir waren jedoch nicht dort, sondern bei der Rösterei, von wo aus ein Großteil der Bohnen für die amerikanischen Starbucks Filialen geröstet wird.





Auf Emanuels Wunsch hin ging es dann nochmal mit der Monorail zum Seattle Center. Er wollte dem Spielplatz ausprobieren.

Ein paar Worte noch zu Seattle: Die Stadt ist wirklich sehr schön. Es fehlt jedoch ein Nacht- oder eigentlich sogar Abendleben. Zwischen 8 und 9 sperrt alles zu und man kann kaum mehr wo einkehren, auch das meiste to go, Eisgeschäfte und Supermärkte schließen. Leider ist auch die Obdachlosen Situation furchtbar. Eigenartig ist vor allem, dass es eigentlich sehr viele Job Openings gibt, aber kaum ArbeiterInnen gefunden werden. Das geht irgendwie nicht zusammen. 

Heute ging es zur Olympic Halbinsel zum Olympic National Park. Luftlinie fast ein Katzensprung von Seattle, aber mit dem Auto gilt es einen GROSSEN Bogen rund um Seattle zu machen. 

Über Sequim und Port Angeles ging es zum Hurricane Ridge Visitor Center auf knapp 1.600 Meter Höhe. Zunächst wirkte es so, als würde das Wetter erstmals auf dieser Reise nicht mitspielen.






Die Situation verbesserte sich jedoch und so konnten wir vom Visitor Center aus die tolle Aussicht genießen.





Die Berge rundherum sind bis zu 2.700 Meter hoch. Das Wetter verbesserte sich sogar so sehr, dass wir um 6 Uhr dann beschlossen haben, den Hurricane Hill Trail zu wandern. Da die Sonne erst gegen 9 untergeht, war die späte Uhrzeit kein Problem. Es handelt sich um einen ausnahmsweise asphaltierten Weg mit tollen Aussichten auf die Bergwelt, aber auch das Meer.








Vom Gipfel aus sieht man dann bis nach Kanada. Immer wieder sieht man auch diverse Tiere, wie Rehe, Hasen oder Murmeltiere. Die Natur ist unberührt, nichts ist verbaut und man hört nur Naturgeräusche - zum Glück vor allem kein Gerattere von Liftanlagen. So kann man die Bergwelt einfach nur genießen.





Ein unglaublicher Trail und einer der Highlights dieser Reise.

Das kitschigste Bild haben wir uns aber für den Schluss aufgehoben:


Stay tuned!

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