Liebe Mitreisende!
Nach vielen spannenden Tagen in Kalifornieren befinden wir uns derzeit auf Kurzaufenthalt in Oregon. Dafür ging es von Klamath, unserem Standort in den Redwoods, zunächst nach Eugene. Wir haben uns eigentlich außer viel Fahrerei nicht viel erwartet von der Fahrt, wurden dann aber zum Glück eines Besseren belehrt.
Wir haben uns für die Scenic Route, also den Highway 101 entschieden, und nicht für die schnellere Interstate 5. Immer wieder blieben wir stehen, um die fantastische Küstenlandschaft zu erkunden.
Speziell angetan hat es uns jedoch der Stopp beim Meyers Creek Beach.
An diesem Strand geht der Wind so stark, dass man sich daran anlehnen kann. Erstmals konnten wir das Seeleben außerhalb eines Aquariums sehen. Jede Welle spülte neue Lebewesen an Land und in einer Wasserstauung befanden sich zahlreiche Anemonen. Die offenbar bei Flut unter Wasser stehenden Felswände waren übersäht mit sich schützenden, geschlossenen Muscheln. Manche Tiere konnten wir gar nicht identifizieren und überrascht waren wir wiederum von den zahlreichen Marienkäfern. Der starke Wind verursacht einerseits Sandstürme, aber zaubert andererseits Kristalle wie Elsa.
Doch Oregon hat neben seiner Küstenlandschaft auch eine tolle Seen-Szenarie zu bieten…
..ebenso tolle Sanddünen.
Später kamen wir durch den Industriebezirk Coos. Die Gegend liegt in einer Bucht und das Hauptaugenmerk liegt auf dem Abbau von Rohstoffen, Holz und Schiefergas sowie dem Bau einer Pipeline. Die Produkte werden zu einem guten Teil per Schiff transportiert. Wir haben uns jedoch sehr gewundert, dass es in dieser Gegend, so wie überhaupt in Oregon, auffällig viele RV Camps, also Siedlungen aus Wohnwagen, gibt. Dies dürfte Ausfluss einer weiteren Krise sein, nämlich dass Menschen aus Mangel an (leistbaren) Wohnungen im Wohnwagen leben. Dazu passend gibt es unzählige Garagenlager zu mieten. Das war zwar nicht schön, aber ein Land besteht eben nicht nur aus romantischen Touristenattraktionen und es ist eine Erinnerung daran, wie gut es uns in Österreich geht.
Für die lange Fahrt wurden wir mit einem traumhaften Sonnenuntergang in 360° Winkel mit hellblauem und rosa Himmel belohnt.
Am Weg ins Hotel hatten wir dann noch ein ganz besonderes Empfangskommitee.
Ab morgen kommt es dann zu einem Szenariewechsel also ‚Stay tuned‘!
































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